ANANOVA (London, UK) 20 October 05 Green mamba sent through post
German police are investigating after a deadly green mamba snake was sent through the post.
The parcel had a note attached saying: "Warning! Poisonous snake!"
It contained a three-foot-long green mamba, and was sent to an address in Berlin.
Police are now trying to track down the sender, who attached the warning, but not a return address.
The green mamba, one of the world's most dangerous snakes, has been handed over to a zoo in the German capital.
http://www.ananova.com/news/story/sm_1580185.html
BERLINER MORGENPOST (Berlin, Germany) 20 October 05 In Postpaket hochgiftige Grüne Mamba entdeckt
Ein Berliner hat am Dienstag versucht, eine Giftschlange per Post zu verschicken. Mitarbeiter des DHL-Paketzentrums an der Wilmersdorfer Forckenbeckstraße wurden stutzig, als ihnen ein Paket mit der Aufschrift "Stark ätzend" in die Hände fiel. Sie alarmierten gegen 22.10 Uhr die Polizei. "Unseren Kollegen fiel vor Ort aus dem Paket ein Zettel entgegen, auf dem ,Vorsicht Giftschlangen' stand", berichtet Polizeisprecher Uwe Kozelnik. Zudem war zu lesen, daß es sich bei der Art um eine "dendroaspis jamesoni jamesoni" handelt - das ist die lateinische Bezeichnung für die Grüne Mamba.
Die Grüne wie die Schwarze Mamba gehören zu den giftigsten Schlangen weltweit. Ihr Nervengift führt bei Menschen nach wenigen Minuten zum Tod.
Entsprechend wurde das Paket noch verschlossen in einen abgelegenen Raum gebracht, die Polizisten riefen Kollegen vom Zoll und Mitarbeiter des Tierheims zur Unterstützung. Gemeinsam öffneten sie das Paket - in dem tatsächlich eine etwa ein Meter lange Grüne Mamba lag. Sie war zu einer Schau in Berlin gewesen, ein Chinese aus Lichtenrade wollte sie nun dem Eigentümer nach Homburg (Saarland) zurückschicken. Doch diese Art der Beförderung ist laut Post-Bestimmungen verboten. Das Unternehmen erwägt rechtliche Schritte. Für die Polizei indes ist der Fall abgeschlossen. "Der Mann hat nicht gegen das Artenschutzgesetz verstoßen", sagt Kozelnik. Er habe die Schlange gegen Mitternacht abgeholt.
http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/10/20/berlin/786761.html
BERLINER ZEITUNG (Berlin, Germany) 20 October 05 Eine giftige Mamba im Postpaket - Alarm im Expresszentrum: Schlange sollte an die Saar geschickt warden (Lutz Schnedelbach)
Heuschrecken hätte er mit der Post verschicken dürfen. Auch andere Futterinsekten wie Wanzen, Asseln und sogar Bienenköniginnen wären in einem Postpaket erlaubt gewesen, nicht jedoch eine Grüne Mamba. Das ist nach den Beförderungsbestimmungen der Post verboten. Gegen den Absender eines Pakets, das gestern im Expresszentrum der DHL in Wilmersdorf für Aufregung sorgte, wird die Post deshalb zivilrechtliche Schritte einleiten.
Der Mann, der das Paket verschicken wollte, kommt aus Marienfelde und hatte den Karton am Dienstag in eine Filiale gebracht. Das Paket sollte nach Homburg an der Saar geschickt werden. Ein Aufkleber deklarierte das Paket als "Gefahrgut". In der Filiale störte sich offenbar niemand an dieser Klassifizierung. Im Expresszentrum an der Forckenbeckstraße fiel die Sendung jedoch auf. Die Mitarbeiter dort kennen ihre Kunden, die Gefahrgutbehälter von der DHL transportieren lassen. Weil der Name des Absenders nicht bekannt war, überprüften die Postler den Karton. Sie fanden Aufschriften. "Vorsicht Giftschlange" und "stark ätzend". Daraufhin seien sofort das Tierheim und die Polizei informiert worden, sagte Postsprecherin Sylvia Blesing am Mittwoch. Die Polizei öffnete den Karton und entdeckte einen zugeklebten Styropor-Karton. Darin lag eine etwa ein Meter lange grünliche Schlange. Später stellte sich heraus, dass es eine Mamba ist. Die Grüne und die Schwarze Mamba gehören zu den giftigsten Schlangen weltweit. Ihr Nervengift führt bei Menschen nach wenigen Minuten zum Tod. Das müssen die Polizisten wohl gewusst haben. Denn sie verschlossen schnell den Karton und brachten ihn auf ihre Wache am Kurfürstendamm. Dann informierten sie den Besitzer, der kurz nach Mitternacht sein Tier wieder abholte und für den Versand nun eine Firma beauftragen muss, die auf den Transport von Tieren spezialisiert ist.
Schlangen und Skorpione, ob giftig oder nicht, werden üblicherweise in geschlossenen Leinensäcken transportiert. "Die Säcke werden dann in temperierte Boxen gelegt, weil die Tiere eine sehr empfindliche Haut haben. Anschließend werden die Boxen so verschlossen, dass sich die Tiere nicht befreien können", sagt Fachmann Oliver Paap, der in der Schreinerstraße in Friedrichshain einen Terraristik-Laden betreibt. Fälle, in denen Schlangen und Spinnen mit der Post verschickt werden, kenne er nicht. "Seriöse Händler und registrierten Besitzer wissen das", so Paap. Giftschlangen darf jeder halten, der eine Genehmigung vom Amtstierarzt hat. Voraussetzungen sind ein separater Raum für Schlangen und das entsprechende Gegengift, für den Fall, dass das Tier beißt.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/493240.html


